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Pferde - Lügen - eine Leiche – die Krimirallye

 

In einem Teich nahe einem Pferdehof wird eine grausam zugerichtete Männerleiche entdeckt – die Tat des Pferderippers, der am Niederrhein umgeht? 

Die Ermittlungen der Polizei führen in einen nahegelegenen Reitstall. Wurde hier Rache genommen? Und inwieweit ist die Frau und die Haushälterin in die Tat verwickelt? 

In dieser Rallye seit Ihr die Kommissare. Begebt euch auf einen spannenden Ritt und findet heraus, wer den Mann im Wasser getötet hat, welches Motiv der Mörder hatte und was der Pferderipper mit seinen grausamen Taten mit dem Fall zu tun hat. 

Bei dieser mehrstündigen Krimi-Rallye befragt Ihr die Verdächtigen, sucht nach wichtigen Beweisen und Indizien und müsst gut kombinieren! Denn einer der Verdächtigen ist ein Mörder und nur Ihr könnt ihn oder sie überführen! 

So der "Hilferuf" von Danja und dem Reit- und Fahrverein Ziethen-Issum e.V., dem wir am 20.06.2010 folgten, um den Mörder (oder die Mörderin???) zu überführen! 

Wir - das war unser Spürnasen-Quartett Katja mit Gipsy, Tanja mit Jana, Susanne mit Lindford und ich mit Kemal Efendi. 

400 3035393739383563Nachdem wir uns zunächst mit allen wichtigen Dokumenten zum Mordfall ausgestattet hatten (die da waren: ein ausführlicher Obduktionsbericht erstellt vom Institut für Rechtsmedizin der Universität Duisburg-Essen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Kleve, ein Zeitungsartikel aus dem Archiv der Niederrheinischen Zeitung aus dem Jahre 2009 über die Suche nach einem brutalen Pferdemörder, einen Tagesbericht der Polizeidirektion Kreis Kleve, Kündigungsschreiben eines Weidepachtvertrages des Bauunternehmers Hermann Krüger an den Reit- und Ausbildungsstall Stange, Auflistung einer routinemäßigen Erfassung von Kennzeichen an der L362/L479, Spendenliste für die Belohnung zur Ergreifung des Pferdemörders, Liste der Tatverdächtigen etc. pp.), ging es zunächst in die Reithalle zur Station 1, um dort verschiedene Aufgaben mit Pferd zu bewältigen: 1. Verfolgungsjagd (2 Reiter), 2. Klettertraining, 3. Schussfertigkeit, 4. Anschleichen. 

Die Verfolgungsjagd war ein Staffel-Slalomritt, den die beiden Braunen im Team übernahmen. Während Susanne mit Lindford in Trabermanier den Anfang machten, übernahmen Kemal und ich den Stab und in Galoppermanier ging es zurück ins Ziel. 

Tanja meisterte mit Jana das Klettertraining (die Wippe ;-) und Katja zeigte bravorös die Schussfestigkeit von Gipsy beim Zerstechen eines Luftballons. Zuletzt zeigten Susanne und Lindfort noch ihre Anschleichkünste, indem beide in lässig leichter Art das enge Labyrinth absolvierten. 

Alles geschafft! Der Spürritt konnte beginnen!!! 

Der zu reitende Weg zu den Streckenposten war in eine farbige Karte hineingemalt. Unterwegs waren Schilder mit Zahlen, die in der richtigen Reihenfolge eine logische Zahlenreihe ergaben. Diese mußten wir notieren und die Logik herausbekommen. Dank zweier unserer Spürnasen war das kein Problem.

An den Posten erwartete uns jeweils die Person eines Verdächtigen, und wir hatten jeweils 5 Minuten Zeit diese zu interviewen. Alle mußten die Wahrheit sagen... nur der Mörder nicht! Spannende Sache... 

Damit natürlich nicht genug - schließlich sollten unsere Gehirnwindungen ordentlich auf Trab kommen - zusätzlich gab es für unterwegs noch zwei weitere Rätsel zu lösen und verschiedene Knobelaufgaben an den Posten. Langeweile? Nee.... 

Bei dem Opfer handelte es sich um den Bauunternehmer Hermann Krüger, der erschlagen in einem Teich gefunden wurde. Ihm fehlte das rechte Ohr und der Bauchraum wurde aufgeschlitzt. Eine ekelige Angelegenheit, und der Obduktionsbericht war nichts für schwache Nerven. Schnell war erkannt, dass es Parallelen zu dem brutalen Pferdemord an acht Tieren gab - zweien davon fehlte ebenfalls das rechte Ohr und der Bauch war aufgeschlitzt. War beiden Fällen derselbe Täter zuzuordnen? War hier ein Verrückter am Werk? Wir mußten es herausfinden... 

An Posten 1 trafen wir auf die 25-jährige Hausangestellte des Opfers - eine in sich selbst zurückgezogene Person, die erst kürzlich durch ihren Arbeitgeber vergewaltigt wurde. Das Motiv war da. War es möglich, dass das Vergewaltigungsopfer Rache geübt hat? Die Angestellte gab an, zur Tatzeit im Hause der Ehefrau des Opfers einen Tee zubereitet zu haben. Unsere Spürnasen liefen auf Hochtouren... 

Damit natürlich nicht genug - an Posten 1 galt es zusätzlich einen zweiseitigen Fragebogen rund um TV-Kommissare auszufüllen. Naja - raten ging zum Glück auch... 

Unser nächstes Interview fand an Posten 2 bei der Ehefrau des Opfers statt - Frau Anneliese Krüger hatte Kenntnis von der Vergewaltigung ihres Mannes und ein gutes Verhältnis zu der Hausangestellten. Ob vielleicht die Ehefrau selbst ihren Mann erschlagen hat und mit der Verstümmelungstat auf einen Pferderipper ablenken wollte? Rache? Totschlag im Affekt? Andererseits bestätigte sie das Alibi der Hausangestellten und gab sich somit selbst eines. Wir mußten kombinieren... 

An diesem Streckenposten sollten wir zusätzlich ein Rätsel mit Stäbchen und Vierecken lösen - ganz einfach - wie man hinterher feststellte... ;-) 

Nach ca. die Hälfte des Rittes stießen wir an Posten 3 auf die Richterin Sophie Terhard-Meyer, die 10.000 Euro zur Ergreifung des Pferdemörders ausgesetzt hatte. Bei der Befragung erfuhren wir, dass ihr Pferd eines der zwei Pferden war, die so grausam verstümmelt wurden. Die Richterin gab an, das Opfer nicht zu kennen und zur Tatzeit im Kino gewesen zu sein - alleine. Ich mache es kurz: Sie erschien uns verdächtig. Konnte jedoch eine Frau einen so kräftigen Mann wie Herrn Krüger erschlagen? War sie in der Lage, einen Menschen so grausam hinzurichten? "Wenn ein Mensch ermordet wird, richtet die Polizei sogleich eine SoKo ein - wenn acht Pferde grausam getötet werden, wird nach kurzer Ermittlung der Fall direkt eingestellt. Das ist ungerecht!" Worte einer trauernden Pferdebesitzerin, die ihr Liebstes verloren hat. Aber war ihr das einen Mord wert? Und war Herr Krüger überhaupt der Pferderipper? Fragen über Fragen... 

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Bevor wir weiterritten noch ein kleines Seilrätsel - auch total einfach.... wenn man die Lösung kennt :-0 

Kurz vor Rittende gelangten wir an den Tatort (Posten 4) - alles war noch "ganz frisch" - die Örtlichkeit abgesperrt und das Tatwerkzeug konnte besichtigt werden. Hier fanden wir auch den verdächtigen Rentner, der tagein, tagaus an diesem Teich neben der Pferdeweide angelt; so auch am Tag des Mordes, wobei er angab, dass er zur Tatzeit bereits zuhause geschlafen habe - alleine. Mmmh... Verdächtig... ? Wir befragten den älteren Herrn weiter. Sollte er nicht der Mörder sein, durfte er nicht lügen! Der Rentner gab an, das Opfer nicht gekannt zu haben. Sein Verhältnis zu Pferden? Er hasste Pferde! Seine verstorbene Frau habe ihn mit einem Reitlehrer betrogen und damals selbst ein Pferd gehabt... Ja damals. Davor mochte er Pferde. Ob er denn über scharfe Messer verfüge? Sicherlich! Schließlich schlitzt er auch seine gefangenen Fische auf. Provokant gefragt "Sind Sie der Pferdemörder!" Und zum ersten Mal in unserem Leben sahen wir einen Pferdemörder vor uns - er wars! Aber er war nicht der Mörder von Hermann Krüger... 

An der Reithalle (Posten 5) fanden wir den Reitstallbesitzer Stange, dem am 15.06.2010 der Pachtvertrag über die Pferdeweide durch Herrn Krüger gekündigt wurde. Ein sportlicher, junger Mann, dem man körperlich diesen Mord gut zutrauen konnte. Ob er denn sehr erbost über die Kündigung gewesen sei und ob es darüber zu einem Streit mit dem Opfer gekommen sei? Alles wurde bejaht! Dennoch... der junge Reitstallbesitzer hatte ein Alibi. Während der Tatzeit befand er sich auf einem Schützenfest und hunderte Besucher konnten das bestätigen. Spontan gab Herr Stange Name und Telefonnummer von Zeugen an. Irgendwie glaubwürdig... 

Bevor wir zum Ende hin noch einen Bogen mit den jeweiligen Motiven und Alibis der Verdächtigen ausfüllten sowie den Mörder oder die Mörderin benannten, ging es noch einmal auf den Außenplatz, um dort einige Übungen mit Pferd zu absolvieren. Seitwärts-Stange, Flattertor, Rückwärts-L und eine kleine Paaraufgabe wurden gut von uns gelöst, und wir konnten uns der letzten schriftlichen Aufgabe widmen. 

Wir überführten die Richterin Sophie Terhard-Meyer des Mordes an Herrn Hermann Krüger. 

Begründung: Frau Terhard-Meyer befand sich zur Tatzeit im Kreis Kleve an der Kreuzung L362/L479, wo sie mit ihrem Fahrzeug mit dem Kennzeichen D-XX-1220 routinemäßig erfasst wurde. Ihre Angabe, dass sie in Sevelen wohnhaft ist, bezweifelten wir, da die Richterin in Duisburg arbeitet und ihr Fahrzeug ein Düsseldorfer Kennzeichen besitzt. Zudem bezweifelten wir ihr Alibi in Form eines Kinobesuches - Zeugen gab es keine. 

Auf Befragung gibt Frau Terhard-Meyer an, dass sie in einem Fitnesscenter Sport (Kraftsport?) betreibe. Weiterhin war sie voller Trauer über den grausamen Tod ihres geliebten Pferdes. Was unklar war.... WARUM tötete sie Hermann Krüger, der gar nicht der Pferderipper war? Oder hat der Rentner doch gelogen und er selbst war der Mörder ??? :-0 

Wir blieben bei der Richterin... 

Nun war endlich Zeit für einen Imbiss und ein Getränk, dann wurden die Pferde nach Hause gebracht. 

Pünktlich um 18 Uhr begann die Siegerehrung mit Ertönen der Tatort-Melodie - dann wurde der Mörder präsentiert... äh... die Mörderin! 

Die Tat wurde durch die Richterin Sophie Terhard-Meyer begangen, die das Opfer, das selbst keine Pferde mochte, dabei erwischte wie es Pferde auf der Pferdewiese am Teich schlug. Frau Terhard-Meyer dachte, dass sie den Pferdemörder vor sich hatte und schlug zu, verstümmelte ihr Opfer genauso grausam wie es der Pferderipper mit ihrem Tier gemacht hat. Zahn um Zahn, Auge um Auge... Eine grausame Rache - an der falschen Person. 

Von den 21 gestarteten Teams belegten wir den 6. Platz. Jeder Teilnehmer der Spürnasen-Teams erhielt eine Packung Pferdeleckerlie und eine selbstgestaltene Tasse von Danja, die an die Krimirallye erinnert. Die ersten drei Plätze erhielten Ehrenpreise. 

Fazit: Wer an seinem Sonntag lieber faulenzt, der war hier falsch! Eine Rallye, bei der viel gedacht und kombiniert werden musste, und die mal ganz anders war als die üblichen Rallyeveranstaltungen. 

Danke an Danja - wir kommen gerne zum nächsten Fall wieder :-) 

Britta Nehrenheim 
& Kemal Efendi

 

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