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Peter Pfister auf der Equitana 2005

 

Am 05.03.2005 war es endlich so weit: Das erste Mal zur Equitana, der Weltmesse des Pferdesports! Denn ich befasse mich erst seit knapp zwei Jahren ernster mit dem Thema >Pferd<. 

Wochen vorher plante ich mit meiner Freundin Daniela, die allerdings nicht reitet, dorthin zu gehen und uns danach die Hop Top Show anzusehen. 

Gegen 12 Uhr mittags trudelten wir langsam am Messegelände ein und waren ganz enttäuscht darüber, dass wir absolut keinen Parkplatz gefunden hatten. Das war zwar zu erwarten, aber man kann ja mal hoffen. Wir mussten also zum Parkplatz 10 fahren, um unser Auto abstellen zu können. Dumm ist nur, das ich mich ein paar Mal verfahren hatte, um dorthin zu finden. Aber letztendlich haben wir ihn gefunden und sind dann mit dem Bus wieder zurück zum Messegelände gefahren. Dort angekommen, konnte ich es kaum noch erwarten hinein zu gehen und drängelte Danny zum Schnellergehen. Unser Eingang war natürlich in der für uns langweiligsten Halle. Da gab es nur Anhänger und dergleichen. Wir sind so schnell wie möglich zur nächsten Halle geeilt. Und siehe da - proppe voll. Meine Augen glänzten auf einmal wie Sternchen. Ein Meer an Iberischen Reitartikeln. Hab mich erst mal mit zwei neuen Trensen und jeder Menge Krimskrams ausgestattet. Ich musste überall gucken und „schnüffeln“. Irgendwann stießen wir auch auf einen Reitplatz, auf dem gerade spanische Pferde vorgestellt wurden. Natürlich konnte ich da nicht vorbei gehen, und blieb erst einmal gebannt stehen. Danny war auch ganz begeistert und erfreute sich mit mir an den Zirzensischen Lektionen, die uns dargeboten wurden. 

Durch eine Ansage erfuhr ich, dass Peter Pfister, mein Idol und Held :-) , als nächstes an der Reihe wäre. Danny wollte schon weiter, aber ich konnte sie überreden zu bleiben. 

Ich war hin und weg als Peter mit Klötzchen, seinem Pferd, plötzlich vor mir auf dem Reitplatz stand. Kannte ich Ihn doch nur aus der Cavallo, von seiner HP und von einem seiner Schüler, bei dem ich einst einen Zirkuskurs gemacht hatte. 

Ich war völlig begeistert als er mit seiner Show anfing. Er zeigte Bodenarbeit am langen Seil, ließ Klötzchen auf ein Podest steigen - abwechselnd mit Vorhand und Hinterhand., ließ ihn auf dem Podest um seine eigene Achse drehen., knallte mit einer Ochsenpeitsche, ohne dass sich das Pferd nur rührte, zeigte Elemente der Hohen Schule und zirzensische Übungen. Dann ließ er Klötzchen sitzen und schob eine Plastikplane über ihn, so dass man meinte, er wäre ein Zelt, auf Kommando legte Klötzchen sich hin, als wenn er schlafen wollte. -zugedeckt mit der Plane. Dann setzte sich Peter dazu. Das war so beeindruckend, das ich zu Tränen gerührt war. Zum Schluss wurde eine Wette abgeschlossen. Es wurde gewettet, ob Peter sein Pferd auf einer Fläche abstellen kann, die kleiner ist als ein Toilettendeckel. Die Meinungen teilten sich. Ich war natürlich eine von denen, die glaubten, dass Peter das schafft. 

Wir wurden nicht enttäuscht. Auf einen Baumstumpf, der eine kleinere Fläche als ein Toilettendeckel hatte, stellte er das Pferd mit allen Vieren ab. Ein Hammer in meinen Augen! 

Leider war danach auch schon die Vorführung zuende. Allerdings wurden alle, die dafür gewettet haben, das er es schafft, zu einem Kaffee eingeladen. Das konnte ich mir nicht entgehen lassen. Ich hatte zwar voll Angst aber ich bin trotzdem dahin. Und wen treffe ich da? Die liebe Heike Worm. Sie hat gerade mit einer der zahlreichen Mitarbeiterinnen vom Pfister-Team nach einem Kurs für nächstes Jahr gefragt. 

Kurz danach traf auch Peter ein. Natürlich habe ich mich dann erst einmal nicht getraut, ihn anzusprechen. Das Problem hat Heike aber ganz schnell gelöst und mit ihm ein paar Worte gewechselt. So ein Mist dachte ich. Was sollte ich ihn denn fragen? Habe mir dann ganz schnell vor Ort das Buch von ihm gekauft und wollte es signieren lassen. Na ja, ich habe dann aber auch zwei Anläufe gebraucht, um ihn zu fragen. Er fragte mich dann nach meinen Namen, ich antwortete. Leider hat er ihn falsch verstanden und dann Für Sabine reingeschrieben. Ich berichtigte ihn dann zwar direkt, aber es war zu spät.... OK. Eine Seite weitergeblättert und neu angefangen. Meine Freundin Danny warf dann noch ein, er sollte es auch für mein Pferd signieren, bzw. dessen Namen dabei schreiben, damit es einzigartig wird. Und das wurde es... Ich war dann wohl mit dem Buchstabieren zu schnell und Coffee hieß dann Coffie. War aber nicht so schlimm fand ich, als er mir ein neues Buch geben wollte. Ich bestand auf dieses und er berichtigte noch kurz den Namen. Aber das war mir ganz schön peinlich. Hab mich wieder wie eine 14-Jährige gefühlt. 

Anschließend haben wir noch ein paar Fotos gemacht, wo Peter, ich, Heike und Danny zu sehen sind. Bald hatte er aber keine Zeit mehr, was man auch gut verstehen kann und verließ unsere Runde. Ich konnte mir es aber dann doch nicht nehmen lassen, ihm zu sagen, das ich seine Arbeit bewundere, und ich mir wünsche, dass ich mit meinem Pferd auch so viel Vertrauen aufbauen kann. Er freute sich sichtlich über mein Lob, musste sich jedoch trotzdem schnell verabschieden. 

Die 2te Vorführung sahen wir uns auch an. Und wieder war ich voll begeistert. Danach wollte ich allerdings nur noch sitzen. Danny und ich sind ja schließlich die ganze Zeit noch herumgelaufen. 

Später ging es auch los zur Hop Top Show, die auch voll spektakulär war, die ich aber an dieser Stelle nicht weiter erörtern möchte, da mir schon die Finger bluten vom langen Schreiben und Ihr sonnst gar nicht mehr vom Lesen weg kommt ;-) 

Ich danke Euch also für Euer Interesse und möchte hiermit Peter Pfister für seine Arbeit nochmals herzlichst loben. Denn ich finde es einfach klasse, dass er mit Pferden so kommuniziert wie es Pferde verstehen - auf sanfte Art und mit viel Geduld. 

Sabrina Moll