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Peerschied Run 29.08.10 50 km

Peerschit 2010 123

 

Am Samstag, den 28.08.2010, gab es wieder eine Menge zu tun, denn…. es ging wieder auf zum nächsten Distanzritt nach Petershagen. 

Samstag klingelte der Wecker bereits um kurz nach 8 Uhr. Schnell waren die Taschen gepackt und die ganzen Sachen aus dem Keller im Auto verstaut. Puhhh… das war aber knapp vom Platz. So ein Bus hat schon seine Vorteile, im Gegensatz zum Kombi! Wir frühstückten noch gemütlich, bevor ich mich dann gegen 10.45 Uhr auf den Weg zum Stall machte. 

Jana war bereits da und hat Wirbel schon von der Weide geholt, seine Beine kontrolliert und kurz übergeputzt. Noch schnell die nötigen Sachen zu essen gekauft und dann ging es auch um ca. 13 Uhr schon los. 

Den Hänger merkte man hinter dem Mercedes gar nicht. Der Weg war sehr einfach, mussten wir doch nur die A2 entlang und ein kleines Stückchen über die Landstraße. Die Autobahn war schön frei und mit Tempomat ging es dann gemütlich des Weges. Nach ca. 2 ½ - 3 Std waren wir dann am Ziel angekommen. 

Am Platz angekommen, war unser Team bereits vollständig!

Cilly mit ihrer Stute Annie und dem Sulky

Nicole mit ihrer Stute Pamina unterm Sattel 

Susanne mit ihrer Stute Biba ebenfalls unterm Sattel 

Und natürlich Wirbel als einziger Wallach und ich. 

Susanne kam nur wenige Minuten vor uns an und hat bereits den Paddock aufgebaut und das Pferd versorgt. So half sie uns noch schnell den Hänger zu reinigen, damit Jana und ich dort unser Nachtlager aufschlagen konnten. Anschließend machten wir uns auf den Weg zur Meldestelle und entschlossen uns dort auch ein wenig zu verweilen, um einen Kaffee zu trinken und etwas zu essen. 

Später setzten wir uns dann noch kurz zu den anderen, bevor wir dann ab 18 Uhr mit den Pferden zur Voruntersuchung konnten. Alle Pferde waren fit und durften am folgenden Tag starten. 

Abends spielte noch eine Band im "Vereinshaus" Jana, Susanne mit Mann und ich entschlossen uns diese am Abend anzuschauen. Die Band sorgte mächtig für Stimmung und um ca. 22 Uhr fielen wir dann hundemüde in unsere Schlafgemächer. 

Der Sonntag startete bereits um 5.30 Uhr. Die Pferde wurden gefüttert, und wir machten uns auf zum Frühstück. Es gab für mich eine große Portion Rührei. Das bekam ich an diesem Morgen noch recht leicht runter und dazu schmeckte es noch sehr gut. 

Um 7 Uhr wurde es dann aber doch Zeit, die Pferde fertig zu machen und zu satteln. Um 8 Uhr starteten zuerst Susanne und ich mit unseren beiden Pferden. Cilly und Nicole starteten um 8.30 Uhr als 2er Gruppe. So konnten wir unser gleichmäßiges Tempo von ca. 17 km/h laufen. 

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Gestartet wurde in 4er Gruppen. Unsere beiden Mitstarter legten direkt zu Anfang ein Tempo von locker 20 km/h vor. Wir haben uns bereits vorgenommen unser Tempo nicht über 17-18 km/h werden zu lassen und dies auch so gleichmäßig wie möglich durchzuhalten. So entfernten sich die beiden mit jedem Kilometer etwas mehr bis sie letztendlich außer Sichtweite waren. Wir schafften es von Anfang an unsere Pferde von den anderen beiden fern zu halten. Wirbel orientierte sich zwar anfangs doch sehr stark an die 2 Vorreiter, lies sich aber dann kooperativ zurück nehmen und in unserem Tempo halten, wenn auch mit der ein oder anderen Ermahnung. 

Die Strecke war sehr schön, viel Wiesen- und Feldwege, leider aber auch viele asphaltierte Wege mit Grünstreifen, der jedoch war teils durch die starken Regenfälle der vergangenen Tage etwas rutschig. Um nichts zu riskieren ließ ich Wirbel in solchen Fällen doch lieber auf den harten Wegen laufen. 

Die Markierung bestand in der ersten Runde aus rot/weißen Flatterband und wurde in den Sträuchern, Bäumen oder Wegrändern befestigt. Die zweite Runde war dann mit gelben Flatterband markiert. 

Bis auf wenige Ausnahmen lies die Markierung keine Möglichkeit sich zu verreiten. Ab und zu waren jedoch auch Pfeile auf dem Boden. Leider nicht nur auf Asphalt, sondern auch auf der Wiese. Durch den feuchten Boden war die weiße Farbe auf grünen Untergrund dann jedoch schwer zu erkennen. 

An einer Stelle, wo wir eine Spitzkurve nach rechts reiten mussten, fing Wirbel auf einmal an rumzuspacken! Es sah nicht aus als wenn er vor etwas Angst hätte oder sich erschreckt hätte. Eher als wüsste er bereits, wo es lang ging und wollte abkürzen. Rechts und links neben dem Weg waren jedoch Gräben, zum Teil sehr tief und steil und auf der rechten Seite ziemlich zu gewuchert. So konnte man nicht erkennen, wo der Graben anfing und wo er aufhörte. So schnell wie das Theater anfing, so schnell war es auch wieder vorbei und wir konnten unseren Weg fortsetzten. 

Nach einigen Kilometern merkte ich in der Rückenmuskulatur immer stärker werdende Schmerzen. Wie eine Überanstrengung der Muskulatur. Aber in der Regel ist das nur bei den ersten Ritten und nach wenigen Minuten wieder weg und kommt auch nicht wieder. Dem war diesmal nicht so! Der Schmerz in der Rückenmuskulatur blieb bis zum Schluss und wurde immer doller. 

Ca. 7 km vor Ende der ersten Runde trafen wir auf unsere Trosser. Die Pferde bekamen etwas zu trinken angeboten. Wirbel lief soweit schön gleichmäßig und ohne zu drängen am lockeren Zügel. Also entschloss ich mich das 2. Zügelpaar am Pelham abzumachen und in das Trossauto zu legen. Zuerst wollte ich das Gebiss ganz rausnehmen und ihn nur mit Halfter weiter reiten, aber das war mir dann doch etwas zu unsicher. Wir hielten uns nicht lange auf und setzten unseren Weg fort. 

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Nach ca. 26 km endete die erste Runde, und wir konnten in die Pause. Vorab wurden die Pferde noch untersucht, und wir mussten Vortraben. Die Pulswerte waren anfangs etwas zu hoch, erholten sich jedoch innerhalb weniger Minuten. Die Pause konnte beginnen. Ein Blick auf die GPS Uhr verriet, das wir ein schönes gleichmäßiges Tempo und ein Durchschnitt von 16 - 16,5 km/h in der ersten Runde erreicht hatten. 

Da für den kompletten Tag bereits weitere Regenfälle angesagt wurden, haben wir uns im Vorfeld bereits mit unseren Regenmänteln ausgestattet. Zum Glück blieb es jedoch trocken und der Himmel lies auch in Kürze keine weiteren Regenfälle erwarten. Die Pferde wurden versorgt. Die Pause war schnell vorbei, und wir mussten bereits auf in die 2. Runde. Die 2. Runde hatte zwar etwas weniger asphaltierte Wege, dafür aber umso mehr tiefen und rutschigen Wiesenboden. Hier hieß es also aufpassen, damit die Pferde nicht ausrutschen. Da es aber überwiegend flaches Gelände war, ging es noch ganz gut. Unser Tempo wurde zum Teil etwas langsamer und lag zeitweise bei 15-16 km/h. Die Pferde liefen flüssig durch und zeigten keine Ermüdungserscheinungen oder ähnliches. 

Nach ca. 20 km auf der 2. Runde kam eine unangekündigte Pulskontrolle. Zuvor war jedoch eine kleine Schießanlage, wo natürlich in dem Moment auch noch geschossen wurde. Die Pferde scheuten, wichen zurück und kamen dem Graben gefährlich nahe. Ich stieg ab und führte Wirbelwind bis um die Ecke. Zwei Meter weiter kam die Pulskontrolle, so versteckt, dass wir fast vorbei ritten. 

Wir stiegen ab und die Werte wurden gemessen. Der erste Wert war schon auf Anhieb recht hoch. Er war noch so aufgeregt wegen den Schüssen. Ich lies ihn trinken und hab selber gemessen. Puls war ok und das schon nach grade mal einer Minute. Dann ein weiterer Schuss und…. BUM BUM BUM… Hmmm trotzdem lies ich direkt noch mal messen. Mit Puls von 68 durften wir dann auch weiter. 

Die letzten 5 km fielen mir sehr schwer. Meine Rückenmuskulatur tat sehr weh und verkrampfte. Ich nutzte teilweise die Kurven um kurz ein paar Meter Schritt zu gehen. Wirbel fand das nicht gut und gab das Tempo wieder an. Er trabte einfach an und zeigte mir somit den Vogel. Na recht hat er. Meine Kollegin ermutigte mich auch die letzten Kilometer durchzuhalten und dann lieber ein paar Meter früher vor dem Ziel im Schritt zu gehen. Okay ich riss mich zusammen und es ging weiter! 

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Endlich kamen wir auf der Straße, von wo aus man aus der Ferne schon die Pferdehänger sehen konnte. Wir parierten durch in den Schritt. Etwa 300 Meter vor dem Ziel standen unsere Trosser noch mal. Ich nahm Wirbel wieder das Gebiss raus und lies ihn noch schnell was trinken. Ins Ziel ritt ich dann ohne Gebiss nur am Halfter. 

Wir überquerten die Ziellinie und …..geschafft!! Es waren diesmal nur 50 km. Trotzdem war ich froh, dass wir nun durch waren. Die Pferde wurden sofort Puls gemessen. Wirbel hatte noch einen Puls von etwa 78. Ich lies ihn noch mal trinken und fühlte selber noch mal. Puls war auch hier nach ca. einer Min im Sec.-Takt. Ich lies nachmessen, und wir waren durch. Auch meine Kollegin lies ihre Stute nachmessen und war ebenfalls sofort durch. 

Wir gingen zu unseren Paddocks, versorgten die Pferde und verstauten die Ausrüstung. Nun merkte ich, dass ich unter meiner angeblich atmungsaktiven Jacke, pitschnass war! So richtig nass. Schrecklich! Schnell gewaschen und umgezogen….. schon besser. 

Unsere anderen beiden Reiter sind auch grade im Ziel angekommen und versorgten grade ihre Pferde. In der Zeit gingen wir noch mal zum Vereinshaus und holten uns einen Kaffee und was zu Essen. Nun war es bereits Zeit für die Nachuntersuchung. Danach sind wir zurück, haben alles zusammen gepackt und in den Autos und Hängern verstaut und konnten uns so noch ein bisschen unters Zelt setzen und quatschen. 

Es war erst knapp 16 Uhr, und die Siegerehrung sollte um 18 Uhr beginnen! 

Um 17 Uhr fing es auf einmal an zu regnen. Kurz vor 18 Uhr machten wir uns auf den Weg zur Siegerehrung! Als es endlich los ging, wurden alle Reiter und Fahrer der einzelnen Streckenlängen nach vorne gerufen, bekamen die Checkkarte, Stallplakette, Ergebnisliste und jeder bekam eine Medaille und einen Eimer mit Kraftfutter zur Probe. 

Susanne und ich waren 10 Minuten langsamer als unsere anderen beiden Reiter/Fahrer und belegten zusammen den 8. Platz. Zufrieden und glücklich machten wir uns auf, die Paddocks abzubauen und die Pferde zu verladen. 

Die Ausfahrt zur Straße war leider schon etwas matschig gefahren und natürlich blieb ich mit meinem Wagen dort stecken! Zum Glück haben alle aus unserem Team oben auf der Straße gewartet und konnten so helfen, den Hänger mit Wagen aus dem Matsch zu schieben. Es klappte, und wir konnten gegen ca. 19.30 Uhr den Heimweg antreten. 

Es war eine sehr gelungene Veranstaltung mit guter Organisation und Zeitplanung. Die Strecke war sehr angenehm zu reiten. Im nächsten Jahr werden wir bestimmt wieder mit dabei sein…. 

 

Nicole Stanke

 

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