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DÜNFUS 

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Dünfus - was der gemeine Ruhrpottler zunächst mit einer Fußkrankheit assoziiert, ist in Wirklichkeit eine beschauliche 3,25 km² Gemeinde mit 288 Einwohnern im Landkreis Cochem-Zell in Rheinland-Pfalz. 

Eine dieser Einwohnerinnen ist Dr. Daniela Cortnum, 4-Sterne-LAG-Stallbetreiberin mit Wanderreitstation, Distanzreiterin und Veranstalterin der Dünfus-Distanz, die 2006 ins Leben gerufen wurde und 2011 zum 6. Mal stattfand - wie immer am ersten September-Wochenende. 

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Daniela Cortum stammt ursprünglich aus München - man könnte denken, sie sei bei ihrem Hinzug nach Dünfus und in die Umgebung der wunderschönen Eifel Berge und etwas schwierigeres Gelände gewohnt - ihr erster Eindruck war jedoch: Hier kann niemals auf Tempo geritten werden! Ich bin mir im Nachhinein nicht sicher, ob sie diesen Eindruck aufgrund der Geländeschwierigkeiten oder aufgrund der Herrlichkeit dieses Gelände hatte, das zum schnell reiten eigentlich viel zu schade war - mit der Zeit lernt man allerdings, auch in höheren Gangarten die Natur zu genießen, und auch wenn der Wasserfall zu schnell vorüber war.... diese Eindrücke haben auch ohne Fotografie bleibenden Wert! 

 

Doch beginnen wir von Anfang an.... 

 

Freitagabend, 18 Uhr - wir fahren los ins ca. 180 km entfernte Örtchen Dünfus - wir, das sind: mein Arabischer Vollblüter Kemal Efendi, meine Trosserin Melanie Messer und ich - auf dem Programm steht für den Folgetag ein Distanzritt von 42 km. Es ist spannend, da ich noch nie in Dünfus war - eine unbekannte Strecke auf Tempo in der Eifel zu reiten, ist immer spannend :-) 

Gegen 21 Uhr erreichen wir unser Ziel - den Teilnehmern wird eine saftige Hangwiese zur Verfügung gestellt. Nach der langen Hängerfahrt freut sich mein Pferd über das satte Gras, während Melanie und ich das örtliche Bürgerhaus aufsuchen, in dem die Meldestelle sitzt - ein wenig Heimat kommt mit dem Bürgerhaus dann ja doch auf :-) 

Es ist schon längst stockduster als ich mit Kemal zur Voruntersuchung laufe - wie immer verhält sich mein Pferd bei derarten Dingen vorbildlich. Der Tierarzt Hubert Hilgendorf ist sehr freundlich und wird im Laufe der Veranstaltung an hohem Ansehen gewinnen - immer nett und freundlich, gründlich und die Teilnehmer fühlen sich gut betreut. Im Anschluss an die Voruntersuchung findet im Bürgerhaus die Vorbesprechung statt, danach werden die Reiter in Gruppen eingeteilt. 

 

Nach einer kurzen Nacht beginnt um 5.45 Uhr unser Tag - schon bald können wir Dünfus im Tageslicht erblicken. 

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Kemal und ich starten um 8.08 Uhr gemeinsam mit zwei weiteren Reiterinnen - ich hoffte sehr, dass wir tempomäßig zusammen passen. Zwar macht es mir normalerweise nichts aus, alleine zu reiten, aber die Strecke führte durch ein Tal ohne Handyempfang und nach dem Gehörten bei der Vorbesprechung schien das Gelände auch nicht "ohne" zu sein - da ist es in der Gruppe doch etwas angenehmer :) 

Und es passte! Jeder ging kleine Kompromisse ein, aber das Grundtempo der Pferde harmonierte und auch im ersten Vet.-Check durften alle drei Pferde direkt weiter, so dass wir nach ca. 24 km (naja - ein kleiner Verreiter war dabei... ;-) in die 40-minütige Pause auf dem Pyrmonter Hof einritten. Danach folgte der Abstieg ins wunderschöne Elzbachtal! 

 

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Der Elzbach ist in den Augen des gemeinen Ruhrpottlers an manchen Stellen eher ein Fluss als ein Bach - die Strecke führte öfters hindurch, aber der Bach bildete auch einen Teil der Strecke, so dass wir uns im Tal häufig im Wasser aufhielten. Bei Temperaturen von 30 Grad war das für Pferd und Reiter einfach nur herrlich! Die Pferde tranken gut und schwitzten nicht mehr - einmal ritten wir einen Teilabschnitt zu lange im Bach und gerieten so tief hinein, dass die Pferde kurz vor dem Schwimmen waren - da wurde uns klar: Das kann nicht stimmen - wir hatten die Furt zum Ausreiten verpasst. Schnell waren wir aber wieder auf dem richtigen Weg und genossen diesen Abschnitt der Strecke, die uns auch an einem wunderschönen Wasserfall vorbei führte. Einfach nur herrlich! Das schönste Gelände, das ich in Deutschland je geritten bin!  

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Auf der Strecke begegneten uns neben den Wasserdurchquerungen noch zwei Holzbrücken, die wir allerdings überreiten mussten. An sich ja kein Problem.... nur fehlte auf der ersten Brücke eine Planke, was uns aber erst auffiel als wir zu dritt mit ca. 2 Tonnen Gewicht auf der Brücke standen - ein großes Kompliment an unsere Pferde, die Obacht auf ihre Vorder- und Hinterbeine hatten und aufmerksam über das kaputte Teilstück traten! Wie wir später erfuhren, hatte die fehlende Planke vor uns einem teilnehmenden Deckhengst nachgegeben, der sich auch verletzte und aus dem Rennen genommen werden musste. Nach uns trat eine Araberstute noch mit einem Hinterbein hinein - zum Glück zog sie sich keine schlimmen Verletzungen zu. Die Brücke wurde durch die Veranstaltungsleitung anschließend gesperrt und nachfolgende Reiter umgeleitet. Im Nachhinein wurde einem da doch noch anders... 

 

Die letzten 5 km lagen vor uns, und es führten hauptsächlich nur noch Wiesenwege bergauf, die wir bis zum Ziel fast ausschließlich durchgaloppierten. Hand in Hand ritten wir dann zu dritt über die Ziellinie und auch die Nachuntersuchung bestanden alle drei Pferde gut, so dass wir uns bei der Siegerehrung gemeinsam über Platz 1 des KDR über 42 km freuen durften :) 

 

Und wer nun neugierig geworden ist.... die Gegend lädt zum Wanderreiten und zu einem Kurzurlaub und natürlich zum Distanzreiten ein: 

 

Britta Nehrenheim &
Kemal Efendi

 

 

  

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Besten Dank an Melanie fürs Trossen! 

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