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Reichswald-Rallye, VFD KV Kleve, am 09.09.2007

 

„Ich möchte einmal auf eine ganz nette Rallye starten mit Aufgaben, die mein Pferd auch bewältigen kann...“. - Mit diesem Auftrag suchte ich nach einer geeignete Rallye für Rallye-Einsteiger und kam auf die Reichswaldrallye. Kurzerhand machte ich die Nennung für unsere Gruppe fertig... 

Auf der Einladung stand „Wir treffen uns auf dem Parkplatz „Ehren Friedhof“ Kleve Donsbrüggen um 11 Uhr...“. Bei dieser Eingabe, zeigte mir mein Navi „Britischer Ehrenfriedhof Kleve“ an. Super, dachte ich, speicherte es ab und gut. *Was für ein Fehler* ! 

Die Hinfahrt wurde somit ein Erlebnis... Also anstatt um 11h am Treffpunkt zu sein, war ich erst 11:45 h dort. Es war definitiv nicht der Britische Ehrenfriedhof, denn dort stand nicht ein Anhänger. Zunächst machte ich das Ding von Navi frustgeladen aus. Ich rief meine Teampartnerin an, die selbst bereits seit 10:20 h im Mini-Ort Donsbrüggen war und noch fast 45 Minuten suchend durch die Gegend fuhr. Sie beschrieb mir den Weg. Ich sollte Kleve hinter mir lassen und auf die B9, dazu musste ich erst mal in die Stadt rein fahren... Soweit so gut. Ich stand mit samt Anhänger irgendwann vor den Einkaufsstrassen von Kleve – suuuper. Wo war bitte die B9 ?!.... Ein netter Mercedesfahrer hatte mich dann aus der Stadt gelost, fuhr vor mir her und zeigte mir das Dörfchen, wo für mich die Suche weiter ging bzw. das Telefonieren... 

Die Veranstalter haben mit Infos zum Veranstaltungsort sehr gespart, keine Schildchen - nix.... Letztendlich hieß der Friedhof „Kriegsgräberstätte“ und diesen Schildern sollte ich dann folgen... Ich war dennoch nicht die Letzte, die erst so spät den Veranstaltungsort gefunden hatte. 

Inge, die mich so nett telefonisch navigierte und ich starteten für uns allein (unseren anderen Gruppenteilnehmer konnten wegen verletzter/kranker Pferde nicht starten). Uns war frei gestellt, ob wir uns an irgendeiner Gruppe anhängen wollten oder nicht. 

Wir bekamen eine Karte in die Hand, mit der Aussage, dass es nur einen Reitweg geben würde, man könnte sich nicht groß verreiten. Prima, dann mal los ;-) Hinter der Karte waren noch zwei Fragebögen, die eher auf Allgemeinwissen basierten und mit rätselhaften Abbildungen von Dingen, die man erraten sollte. (Flaschenbürste, den Aids-Virus...). Diese Fragebögen sollten an der 2. Station abgegeben werden. Somit hatten wir die Wahl, sie unterwegs zu beantworten oder noch an der Station. Wir hatten uns für einen netten Ritt entschieden und das Beantworten auf die Station verschoben. 

Erst beim Reiten entspannte ich endlich ;-) und kaum entspannt, kamen uns schon die ersten Zweifel. Ist das hier der Reitweg ? Sind hier irgendwelche Hufspuren ?? Egal, erst einmal weiter, wird schon passen. Dann nahm ich aber die Karte zur Hand, denn es war nicht wirklich erkennbar, wo der Reitweg sein sollte... Mit Karte in der Hand hatte ich wenigstens kein schlechtes Gewissen, und wir ritten die Rallye dann sicher bis zum Ende. 

Dann kam die 1. Station: Wäsche aufhängen - Zum Wäschekorb reiten, Kleidungsstück nehmen, zur Wäscheleine reiten, mit Wäscheklammern befestigen. 

Inge machte den Anfang. Ihre Stute war super cool, und sie schaffte es, alle Kleidungsstücke zu befestigen. Mein Dorn ließ zunächst den Vollblüter raushängen, indem er stieg, aber dann doch alles lieb machte und somit fehlte uns ein Kleidungsstück... Wir hatten dafür 2 Minuten Zeit. 

Wir ritten weiter, mussten eine Landstrasse überquerten und tölteten bzw. trabten schöne, sandige Wege. Dann fand Inge ein „Glückseisen“, wie sie sagte, welches sie unbedingt mit nehmen wollte und auch nahm. Ich sagte ihr, dass sie vom Dorn alle 8 Wochen Eisen haben könnte, aber sie wollte das gefundene... Okay, es ist schließlich ein Glückseisen :-) 

An der 2. Station angekommen: Mini-Trail - Blechdose von einer Blechtonne stoßen, Slalom um Pylonen, Rückweg über eine Plane reiten –Zeit/Fehlerwertung. 

Nun konnte man, wenn noch nicht geschehen, den Fragebogen ausfüllen und abgeben. Gut fand ich, es waren keine spezifischen Fragen, die man per Handy und Internet schnell beantwortet bekäme... An dieser Station bekamen wir auch belegte Brötchen. An die Wurstbrötchen trauten wir uns allerdings nicht mehr dran. Die waren schon ins grünliche verfärbt. Die etwas ranzigen Käsehälften sahen dagegen noch gut aus... Kaffee und Cola etc. standen dort ebenfalls zur Verfügung. 

Mitten im Wald, in einer winzigen Holzhütte, bekam jeder für sich einen Fragebogen, den wir auf Zeit und nach einander ausfüllen mussten. Es waren zig verschiedene, sehr seltsame Flaggen, Pferderassen und Pflanzen abgebildet, die man bezeichnen sollte. Auch hier war eher das Allgemeinwissen gefragt. 

Am Ziel/Parkplatz wieder angekommen war noch eine reiterliche Aufgabe: Mit einer Möhre vor der Pferdenase (lange Latte mit Band und Möhrchen dran) sollte das Pferd vorwärts gehen - nur aus der Kraft heraus, die Möhre zu bekommen. Dorn interessierte sich überhaupt nicht für die Möhre und "hörte" nur auf meine Gewichtshilfen, denn Treiben oder Stimmkommando waren nicht erlaubt ;-) 

An dieser Station/Ziel bekamen wir noch zweierlei Suppen mit Brot angeboten. Käsesuppe mit Hackfleisch und Chilliconcane(?) mit Soja für Vegetarier.... Und wieder Cola, Wasser etc... Das war ganz lecker. 

Inge kam auf Platz 6 und ich auf Platz 7 von 17/18*??* Startern, meine ich... Fjordstute Mrs. Elli zeigte sich ganz souverän.... Dorne, der an diesem Tag sehr diskussionsfreudig war, mit Steigen und Hakekehrt, das ging natürlich immer auf die Zeit - aber so ist er halt. Machen tut er (danach) ja doch alles... ;-) Inge nahm sich eine Wanderreit-Satteldecke mit und ich einen Bücher-Gutschein.... 

Das Gelände ist wirklich schön und die Strecke für jeden Einsteiger sehr angenehm zu reiten und für eher untrainierte Pferde nicht zu lang und nicht zu anstrengend. Also, diesbezüglich zu empfehlen ! 

Reiterliche Grüße, 
Andrea & Dorn

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