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Trainingstag „Bodenarbeit“

 

 

Am 22.03.08 fanden sich bei relativ lausigem Wetter (kalt, weitgehend trocken, manchmal nieselig) 5 Teilnehmer nebst Pferden zum Trainingstag „Bodenarbeit“ unter der Leitung von Annika Gamerad auf dem Westerhaushof ein. 

Es nahmen teil: Katja mit Boreas, Claudia mit Luis, Andrea mit Tindra, Nathalie mit Paul (bald auf der Equitana Open Air 2008 zu bewundern) und Simone mit Tindur. 

Zunächst hieß es Aufbau der Bodenhindernisse auf dem Platz, was gemeinsam schnell erledigt war. Da ich vorher nicht so recht wußte, was uns denn eigentlich erwarten würde, dachte ich im Stillen bei einigen Sachen „oh ha – ob das Tindur wirklich so gut gefällt“? 

Was wir so hatten? Da war ein Mikado, ein Labyrinth, zwei Planen, Slalomreihe mit Hütchen, eine neue Brücke, und eine enge Gasse mit Flatterbändern und Luftballons. 

Persönlich machte ich mir über letzteres die meisten Gedanken. Wie sich heraus stellte völlig ohne Grund. 

Zunächst wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Gruppe 1: Katja mit Boreas und Claudia mit Luis. Gruppe 2: Nathalie mit Paul, Andrea mit Tindra und Simone mit Tindur. 

Während wir der ersten Gruppe zuschauten, war sich Gruppe 2 einig, daß wir uns bis aufs Bein blamieren würden und die Pferde an Gelassenheit von uns nicht zu toppen wären. Doch da hatten wir die Rechnung ohne unsere Ponies gemacht. Ganz gelassen meisterten sie alle Hindernisse und bei der engen Gasse war ich eindeutig die Aufgeregtere von uns beiden. Tindur erntete auch noch ein dickes Lob als er beim Platzen eines Luftballons, der Teilnehmer war, der die geringste Reaktion zeigte. 

Da alle Pferde sich absolut ruhig präsentiert hatten, meinte Annika zum Abschluß vor der Mittagspause passend zum Wetter noch den Regenschirm herauszuholen, so daß sich noch ein kleines Highlight ergab. Zwar hatten wir die Regenschirmnummer mit Tindur schon tausendmal geübt, aber dieser Regenschirm war natürlich anders, kam von vorne auf ihn zu und berührte in am Hals. Somit war für Tindur klar, es konnte sich nur um einen als Regenschirm getarnten Wolf handeln. Auch an dieser Stelle beeindruckte er wieder die anderen Teilnehmer – so einen steigenden Isi sieht man halt nicht alle Tage. 

Während der Mittagspause, in der diesmal warmen Küche, bei pünktlich angelieferten Pizzabroten und gesunden Salaten, wurde viel gelacht und geschwätzt und der Nachmittag geplant. Jeder durfte Wünsche äußern und so gestalteten wir dazu einen passenden Parcour, der dann für den Rest des Tages folgende Aufgaben enthielt: Überschreiten und Stehenbleiben auf einer mit Wasser bedeckten Plane; nochmals die Gasse, diesmal jedoch enger und mit einer Plane auf dem Boden; Traben an der Hand, auch über Stangen; Führen durch ein Stangen-T um das Seitwärtsweichen zu üben und plötzlich durch eine Hecke auftauchende Bälle. Beschließen wollten wir den Trainingstag mit einigen Übungen zum TTouchen. 

Da die Pferde sich am Vormittag souverän gezeigt hatten und auch miteinander keine Schwierigkeiten hatten, konnten wir die Übungen in einer Gruppe absolvieren. Tindur machte seinen Aussetzer vom Vormittag wieder wett und war die Ruhe in Person, besonders beim Traben an der Hand :-). Auch alle anderen Pferde waren aufmerksam und erledigten die von uns erdachten Aufgaben sehr gut. Lediglich Boreas mochte die Bälle nicht wirklich, also keine Unbedenklichkeitsbescheinigung als Polopony. 

Beim abschließendem TTouchen am Anbindebalken wurde jedoch deutlich, daß die Pferde den ganzen Tag viel Kopfarbeit leisten und die Menschen nicht gerade frühlingshaften Temperaturen trotzen mußten. Im Klartext: Obwohl die Lehrgangsleiterin ausführlich erklärte und demonstrierte, kam nicht mehr so die wirkliche Begeisterung auf. 

Mein Fazit: Bodenarbeit ist ein wichtiges Thema, das ich leider zu oft schludern lasse (kann mir jemand erklären, warum die Woche nur 7 Tage hat?). Ein wichtiges Ziel ist, daß Tindur unbedingt lernen muß, daß Steigen in keinem Fall eine adäquate Option ist und persönlich möchte ich gerne herausfinden, warum mein „gelassenstes Pony der Welt“, sich ab und an irgendeine Sache herauspickt und sich an dieser aufspult. Vielleicht lerne ich dann auch, mich besser darauf vorzubereiten und damit umzugehen. Ansonsten war es trotz des Wetters ein angenehmer, lehrreicher Tag mit netten Leuten und Pferden. 

Simone Gläßer
(Absolutbeginner)

 

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