background

Irish Tinker Weekend im neuen Gewand

14. - 17.09.2006

 

Das VII. Irish Tinker Weekend fand dieses Jahr zum ersten Mal auf dem Reiterhof Reßing in Hünxe statt. 

Der Reiterhof liegt direkt im Naturpark Hohe Mark und hat direkt am Hof ein Reitgelände, das keine Wünsche offen lässt. Die Anlage selbst verfügt über mehrere Reitplätze, eine große Reithalle und Wiesen soweit das Auge reicht. Auch die Unterbringung und Verpflegung für Pferd und Reiter können sich sehen lassen. 

Viele Tinkerfreunde waren bereits am Donnerstag angereist, so dass das Weekend, wie auch die Jahre vorher, mit einer großen Begrüßungs- und Vorstellungsrunde am Abend begann. Nach einem kleinen Begrüßungstrunk startete der Fackelritt. Sehr beeindruckend zog eine große Reiterschar im Schein der Fackeln in die Dunkelheit. Einen schönen Abschluss fand der Abend dann beim gemütlichen Beisammensein im Partyzelt. In fröhlicher Runde bei Guinness und Kilkenny mit original irischer Musik wurde noch bis in die frühen Morgenstunden gequatscht und gelacht. 

Am nächsten Morgen war dann manch einem nicht sofort zum Lachen, denn um 9 Uhr gab es schon Frühstück und um 10 Uhr starteten die Gruppenreiterspiele. Hier hatte man sich wieder einiges einfallen lassen. Ein Parcours mit diversen Hindernissen war aufgebaut, wobei jedes Hindernis nacheinander von jedem Reiter in einer vorgegebenen Zeit so oft wie möglich absolviert werden sollte. Folgende Hindernisse waren dabei: 

- Flatterbandtor
- Stangen-L
- kleiner Sprung
- Wippe
- Mühle
- Bälle von einem Eimer zum nächsten transportieren

Das zweite und dritte Spiel waren eine Art Staffellauf.Zuerst sollte eine kurze Strecke per Sackhüpfen mit Handpferd zurückgelegt werden, dann wurde ein Cavaletti bestiegen und man balancierte mehr oder weniger gut mit Handpferd über das Cavaletti und rannte so schnell wie möglich über den Sandplatz zu seiner Gruppe zurück, damit der Nächste starten konnte. Danach sollte reitender Weise mit einem Messbecher Wasser aus einem Eimer geschöpft werden, dann im Slalom weitergeritten, über ein Cavaletti gehüpft und dann wieder im Slalom weiter bis zum Eimer, wo das restlich im Messbecher verbliebene Wasser abgeliefert werden sollte. Manch einer wollte besonders clever sein und versuchte das Wasser in seiner Kleidung zu transportieren, leider wurde dieses nicht gewertet. 

Gut gelaunt traf man sich dann zum Mittagessen, bevor es mit dem Orientierungsritt weiter ging. Bestückt mit einem Aufgabenzettel - wie immer mit Fragen aus aller Welt und allen Sparten des Lebens - ging es auf ins schöne Reitgelände der Hohen Mark. Super Reitwege, die meisten Sandwege, kaum Steigungen und das Beste: separiert von den Fußgängerwegen - Schöööön!!! 

(Anmerkung d. Redaktion: Verfasser kommt aus dem Bergischen Land und... hat diese Anmerkung selbst geschrieben ;-) 

Unterwegs trafen die Gruppen dann auf 3 Streckenposten, die kniffelige Aufgaben für die Reiter bereit hielten. Am ersten Posten musste zum Erstaunen und Schrecken manch eines Tinkerponys ein Plastikpferd mit Lasso gefangen werden. Am Schlimmsten war es, dass das Plastiktier auf einem Wagen stand - da gehört für einen Tinker ein Pferd nun wirklich nicht hin und dann sieht es auch noch so komisch braun aus - gar keine Flecken - sehr mysteriös. 

Am zweiten Posten war Geschicklichkeit und Mut gefragt. Hier sollten mit einem Netz Bälle aus einem Bach gefischt und in eine Schüssel, die als Boot diente, gelegt werden. Ein zweiter Reiter musste dann das Boot mit den Bällen auf die andere Seite des Baches ziehen und mit dem leeren Boot zurückkommen.

Auch am dritten Posten war Fingerspitzengefühlt gefragt. Vom Pferd aus wurden 9 leere Plastikflaschen mit einem kleinem Basketball umgekegelt, bzw. sollten umgekegelt werden. Da der Ball aber irgendwie auch ein Eigenleben entwickelte, war dies gar nicht so einfach - dass er aber auch so hüpfen musste! 

Der Tag ging dann mit einer lustigen Runde am Lagerfeuer mit irischem Flair zu Ende. 

Samstag startete dann der große Tagesritt. Wie immer sehr beeindruckend ritt eine große, bunt gescheckte Gruppe vom Hof. Im gemütlichen Tempo ging es durch das schöne Reitgebiet. Da die schönen Wege zu einem Galopp einluden trennte sich die Gruppe kurzfristig. Die einen ritten gemütlich weiter und die anderen galoppierten gesittet über die sandige Piste. Nachdem wieder alle zusammengefunden hatten, ging es weiter bis zum Pausenstop. Hier erwartete uns ein leckeres Mittagessen sowie Kaltgetränke und die Pferde konnten auch ein Nickerchen einlegen. Nach einer ausgiebigen Pause ging es für alle gestärkt weiter. Gegen Spätnachmittag trafen alle wieder am Hof ein. 

Abends saß man beim Grillen beisammen, tauschte seine Eindrücke vom Tage aus und fieberte der legendären Tinkerparty entgegen - hoffentlich nicht wieder DJ Sachti - das war bisher immer ein Flopp! Aber diesmal sollte es anders kommen. Kurzerhand hatte Familie Reßing die Sattelkammer des Reitstalles in ein Partyzelt verwandelt, es gab einen Bierwagen und ein DJ-Team war auch engagiert. Erst etwas schleppend, aber dann doch recht mitreißend ging die Party ab. Es wurde getanzt, gesungen und viel gelacht. Eine Bereicherung waren die noch ausstehenden Spiele, mit denen die Ergebnisse der Rallye verbessert werden konnte. Man musste einen Tanz einstudieren, einen Papierflieger bauen und eine Geschichte mit vorgegebenen Worten erfinden. Diesmal konnte man wirklich sagen: Die Party war ein voller Erfolg! 

Sonntag startete der Zuschauertag mit dem Tinkerrennen um den neuen Wanderpokal „Tinker Weekend“. Im K.O.-System reiten jeweils zwei Reiter gegeneinander eine bestimmte Strecke im Galopp, bis ein Sieger übrig ist. 

Das geplante Showprogramm musste aufgrund von Krankheit leider kurzfristig ausfallen, so dass einige Teilnehmer ein Showprogramm improvisierten. Die Zuschauer bekamen einen englisch- sowie einen westerngerittenen Tinker zu sehen, es gab diverse Übungen aus der Bodenarbeit zu bewundern und auch kleine Kunststücke und zirzensische Lektionen konnten bestaunt werden. Den Abschluss des Showprogramms machte das Shire Magic Team. Sie stellten Ihre zwei Shire-Hengste an der Hand und geritten vor. 

Nachmittags fand noch ein Jump and Run-Wettkampf statt. Nach der Siegerehrung hieß es dann bei der Schlussaufstellung Abschied nehmen und sich schon auf das Tinker Weekend 2007 freuen. 

Dieses Treffen der Tinkervirusinfizierten war besonders schön. Durch die kleinere Teilnehmerzahl war das Miteinander viel persönlicher und die kleinen irischen i-Tüpfelchen haben eine sehr schöne Atmosphäre aufkommen lassen. 

Wir sind 2007 auf jeden Fall wieder dabei. Und Ihr? 

Manuela & Casey

 

Joomla!-Debug-Konsole

Sitzung

Profil zum Laufzeitverhalten

Speichernutzung

Datenbankabfragen